"I’m trying to take a stance
and rise above my contradictions
but I’m just a bunch of words in pants
and most of those are fiction"
(Long Strange Golden Road - Mike Scott/The Waterboys)
Ich schreibe über Musik und Menschen, die mir wichtig sind, über Konzerte und CDs.
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Mittwoch, 2. November 2016
Zwei Tage Patti Smith in Wien - Patti Smith #2 (Heroes #2)
Eigentlich wollte ich im zweiten Teil meines Beitrages über Patti Smith erzählen, welchen Einfluss sie auf mein Leben hatte, wieviel ich durch sie entdeckt habe, zu wieviel ich inspiriert wurde. Ohne sie, die ein großer Opernfan ist, hätte ich wahrscheinlich nie die Welt der Oper kennengelernt, hätte ich die Beat-Poeten - Allen Ginsberg, Jack Karouac, Gregory Corso, William S. Borroughs - , aber auch Arthur Rimbaud nie gelesen, hätte ich nie so viele nette Menschen aus anderen Ländern kennengelernt, einige davon sind bis heute meine besten Freunde, auch wenn wir uns nicht mehr so oft sehen können.
Samstag, 29. Oktober 2016
"everyday is in eternity" - Patti Smith #1 (Heroes #2)
Sommer 1998, Arena. Die Sonne ist gerade untergegangen, der Mond wird bald hinter dem Schornstein des ehemaligen Schlachthofs aufgehen.
Patti Smith steht auf der Bühne. Lenny Kaye mit den Händen an der Gitarre neben ihr.
Langsam setzt sie ihre Brille auf, während Lenny ein hypnotisches, absteigendes Gitarrenthema beginnt.
zitiert sie Allen Ginsbergs "Footnote to Howl".
Die ersten Bassnoten von Tony Shanahan, Oliver Ray an der zweiten Gitarre greift das Thema ebenfalls auf.
Jay Dee Daugherty am Schlagzeug wartet, beobachtet, bevor er zuerst kaum hörbar, dann immer lauter seine Trommeln schlägt. Der Rhythmus des Gedichts wird dichter, Patti spuckt die Worte aus wie in Trance, immer lauter, immer schneller. Die Textblätter hat sie längst zu Boden gefegt, die letzten Zeilen schreit sie uns entgegen:
Die langen Haare verdecken ihr Gesicht fast völlig, die Musik schwillt an, plötzlich hat sie eine Klarinette in der Hand, bläst hinein, dissonante Töne, dreht sich dabei im Kreis, immer schneller.
Dann mit einem Schlag Ruhe.
"Hello Vienna!"
Patti Smith steht auf der Bühne. Lenny Kaye mit den Händen an der Gitarre neben ihr.
Langsam setzt sie ihre Brille auf, während Lenny ein hypnotisches, absteigendes Gitarrenthema beginnt.
"Holy, Holy!"
zitiert sie Allen Ginsbergs "Footnote to Howl".
"The world ist holy. The skin is holy."
Die ersten Bassnoten von Tony Shanahan, Oliver Ray an der zweiten Gitarre greift das Thema ebenfalls auf.
"Everything is holy! everybody’s holy! everywhere is holy! everyday is in eternity! Everyman’s an angel!"
Jay Dee Daugherty am Schlagzeug wartet, beobachtet, bevor er zuerst kaum hörbar, dann immer lauter seine Trommeln schlägt. Der Rhythmus des Gedichts wird dichter, Patti spuckt die Worte aus wie in Trance, immer lauter, immer schneller. Die Textblätter hat sie längst zu Boden gefegt, die letzten Zeilen schreit sie uns entgegen:
"Holy the supernatural extra brilliant intelligent kindness of the soul!"
Die langen Haare verdecken ihr Gesicht fast völlig, die Musik schwillt an, plötzlich hat sie eine Klarinette in der Hand, bläst hinein, dissonante Töne, dreht sich dabei im Kreis, immer schneller.
Dann mit einem Schlag Ruhe.
"Hello Vienna!"
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